Im Gespräch mit Kirsten Reko



Ein Gespräch über Freundinnenschaft, Selbstwert und den Mut, sich selbst wiederzufinden.

Warum haben Sie Single & fabelhaft geschrieben?

Weil ich zeigen wollte, wie viel Kraft in ehrlicher Freundinnenschaft steckt und wie sehr Humor helfen kann, das eigene Leben wieder in die Spur zu bringen. Viele Frauen kennen diese Zwischenphase: nicht mehr ganz verloren, aber auch noch nicht angekommen. Ich wollte darüber schreiben, wie man sich selbst wiederfindet, wenn das Leben einen kurz aus der Kurve trägt, und wie Freundinnen dabei manchmal die bessere Therapie sind als jede Selbsthilfegruppe.


Was macht diese Geschichte so besonders?

Sie ist nah dran am echten Leben.

Die Dialoge, die Abende, die kleinen Katastrophen, all das ist so passiert, irgendwo zwischen Hamburg, Herzklopfen und Käseplatte. Aber das Entscheidende ist: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Echtheit. Single & fabelhaft erzählt von Frauen, die sich gegenseitig auffangen, statt sich zu vergleichen. Von Selbstzweifeln, die man mit Humor überlebt. Und von der Erkenntnis, dass die wichtigste Liebesgeschichte manchmal die eigene ist.


Wie beginnt die Geschichte?

Mit einem Mittwochabend.

Wein, Salami, Käse, ehrliche Gespräche und der Frage, warum wir uns selbst so oft im Weg stehen. Es ist der Auftakt zu einer Reihe von Begegnungen, die zeigen, wie unterschiedlich Frauen lieben, scheitern und neu anfangen und wie viel Wahrheit in einem Witz stecken kann.


Welche Rolle spielt Hamburg im Buch?

Hamburg ist mehr als Kulisse, es ist Stimmung. Die Stadt hat etwas Ehrliches, manchmal Raues, aber immer Lebendiges. Sie steht für Aufbruch, für das Gefühl, dass man jederzeit neu anfangen kann. Zwischen Alster, Kiez und Kaffeebar entsteht ein Mikrokosmos, in dem Nähe wieder möglich wird.


Was möchten Sie Leserinnen mitgeben?

Dass Selbstwert kein Zustand ist, sondern eine Bewegung. Dass man sich selbst nicht verlieren muss, um sich neu zu finden. Und dass Freundinnen manchmal die Spiegel sind, in denen man sich endlich klar sieht. Ich wünsche mir, dass jede Leserin nach dem Buch das Gefühl hat: Ich darf laut lachen, ehrlich fühlen und mein Leben selbst gestalten.


Warum ist Single & fabelhaft gesellschaftlich relevant?

Weil es zeigt, wie Frauen heute leben, lieben und sich gegenseitig stärken. Weil es die leisen Themen ernst nimmt Selbstzweifel, Überforderung, emotionale Verantwortung und sie mit Humor erzählt. Und weil es eine Liebesgeschichte ist, die nicht auf den Prinzen wartet, sondern auf die eigene Klarheit.


Wie ordnen Sie das Buch literarisch ein?

Es ist eine zeitgenössische Liebesgeschichte mit psychologischem Tiefgang. Ein Roman über Freundinnenschaft, Selbstwert und Neuanfang, humorvoll, berührend, nahbar. Er verbindet emotionale Ehrlichkeit mit erzählerischem Witz und zeigt, dass moderne Frauenliteratur mehr kann als Romantik: Sie kann Mut machen.


Was hat Sie beim Schreiben am meisten bewegt?

Die Gespräche.

Diese Abende, an denen alles gesagt wird und trotzdem bleibt etwas unausgesprochen. Die Momente, in denen Freundinnen sich gegenseitig retten, ohne es zu merken. Und der Satz, der alles zusammenfasst:


„Was, wenn die wichtigste Liebesgeschichte deine eigene ist?“